# Wie wird die Due-Diligence-Prüfung in der Lieferkette ausländischer Unternehmen in China durchgeführt? ## Einleitung: Warum Lieferketten-Due-Diligence in China immer wichtiger wird

Meine Damen und Herren Investoren, ich bin Lehrer Liu und seit über 26 Jahren im Dienst für ausländische Unternehmen in China tätig – 12 Jahre bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatungsgesellschaft, davor 14 Jahre in der Registrierungsabwicklung. Wenn ich eines in all den Jahren gelernt habe, dann dies: Die Due-Diligence-Prüfung in der Lieferkette ist kein bloßes "Nice-to-have", sondern eine absolute Überlebensnotwendigkeit für ausländische Unternehmen in China. Gerade in den letzten Jahren, mit dem verschärften Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz in Deutschland und ähnlichen Regelungen in der EU, stehen unsere Kunden zunehmend unter Druck, ihre gesamte Lieferkette transparent zu gestalten. Die Frage "Wie wird die Due-Diligence-Prüfung in der Lieferkette ausländischer Unternehmen in China durchgeführt?" beschäftigt dabei viele von Ihnen tagtäglich.

China ist nicht nur der weltweit größte Produktionsstandort, sondern auch ein komplexes Geflecht aus regulatorischen Anforderungen, kulturellen Besonderheiten und praktischen Herausforderungen. Stellen Sie sich vor, Sie haben ein deutsches Maschinenbauunternehmen, das Komponenten aus drei verschiedenen chinesischen Provinzen bezieht – allein die Koordination der Prüfungen kann zum Albtraum werden. Laut einer Studie der Deutschen Handelskammer in China aus dem Jahr 2023 gaben über 67% der befragten ausländischen Unternehmen an, dass die Lieferketten-Transparenz ihre größte Herausforderung darstellt. Genau hier setzt die Due-Diligence-Prüfung an, und ich möchte Ihnen heute aus meiner praktischen Erfahrung heraus zeigen, wie man das richtig angeht.

Erstens: Lieferantenidentifikation und Risikovorprüfung

Bevor Sie überhaupt mit der eigentlichen Prüfung beginnen können, müssen Sie Ihre Lieferantenlandschaft systematisch erfassen. Klingt banal, ist aber in der Praxis oft hochkomplex. Ich erinnere mich an einen Fall aus dem Jahr 2021, wo ein Kunde aus der Automobilzulieferbranche plötzlich feststellte, dass er über 47 direkte Lieferanten hatte – aber die tatsächliche Anzahl der Sublieferanten lag bei über 200! Das war ein echter "Augenöffner" für den Vorstand.

In der Praxis beginnen wir bei Jiaxi mit einer mehrstufigen Risikobewertung. Zunächst kategorisieren wir alle Lieferanten nach Branche, geografischer Lage und Produktart. Besonders kritisch sind Lieferanten aus Regionen mit bekanntermaßen niedrigen Umwelt- oder Arbeitsstandards – hier müssen Sie genau hinschauen. Wir nutzen dabei öffentlich zugängliche Datenbanken wie das chinesische Sozialkreditsystem, aber auch spezialisierte Plattformen, die Informationen über Umweltverstöße oder Arbeitsrechtsverletzungen sammeln.

Ein wichtiger Punkt, den viele vergessen: Die chinesische Unternehmenslandschaft verändert sich rasant. Ein Lieferant, der heute noch tadellos dasteht, kann morgen schon Probleme haben. Deshalb empfehle ich dringend, diese Risikovorprüfung nicht als einmalige Aktion zu betrachten, sondern als kontinuierlichen Prozess. Wir führen bei unseren Kunden mindestens einmal jährlich eine Aktualisierung durch, oft sogar vierteljährlich bei besonders kritischen Lieferanten. Der Aufwand lohnt sich – glauben Sie mir, ein einziger Skandal in der Lieferkette kann den Markenwert eines Unternehmens um Millionen schädigen.

Zweitens: Rechtliche Rahmenbedingungen und Compliance-Checklisten

Die rechtlichen Anforderungen an die Lieferketten-Due-Diligence in China sind ein echtes Minenfeld. Einerseits gibt es chinesische Gesetze wie das "Gesetz über den Schutz der Rechte und Interessen der Verbraucher" oder das "Umweltschutzgesetz", die direkte Auswirkungen auf die Lieferkette haben. Andererseits müssen ausländische Unternehmen auch die Anforderungen ihrer Heimatländer erfüllen – und das sind oft strengere Standards. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verlangt beispielsweise, dass Unternehmen menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten in ihrer gesamten Lieferkette einhalten.

Aus meiner Erfahrung hat sich bewährt, eine kombinierte Compliance-Checkliste zu erstellen, die sowohl die chinesischen als auch die internationalen Anforderungen abdeckt. Wir haben bei Jiaxi dafür ein spezielles Raster entwickelt, das inzwischen von über 30 unserer Kunden genutzt wird. Dieses Raster umfasst Kategorien wie Arbeitsbedingungen, Umweltmanagement, Korruptionsbekämpfung und Datenschutz – alles Bereiche, die in China besonders sensibel sein können.

Ein konkretes Beispiel: Letztes Jahr hatten wir einen Kunden aus der Textilbranche, der plötzlich mit einem Importstopp in der EU konfrontiert war, weil einer seiner chinesischen Sublieferanten gegen Chemikalienvorschriften verstoßen hatte. Dabei hatte der Kunde alle direkten Lieferanten geprüft, aber die Sublieferanten-Ebene übersehen. Seitdem haben wir für alle unsere Kunden eine "Tiefenprüfung" bis zur dritten Sublieferanten-Ebene eingeführt – das klingt aufwändig, spart aber letztlich viel Ärger und Geld. Die Kosten für eine solche umfassende Prüfung liegen meist zwischen 15.000 und 50.000 Euro pro Lieferant, je nach Komplexität – aber im Vergleich zu einem Produktionsstopp oder Imageschaden ist das ein Schnäppchen.

Drittens: On-Site-Audits und praktische Prüfmethoden

Ein On-Site-Audit in China unterscheidet sich grundlegend von dem, was Sie vielleicht aus Europa gewohnt sind. Hier zählt nicht nur, was auf dem Papier steht, sondern vor allem die tatsächliche Praxis vor Ort. Ich habe über die Jahre gelernt, dass chinesische Lieferanten oft sehr gut darin sind, bei angekündigten Audits "die Show zu inszenieren" – unangekündigte Besuche sind dagegen viel aufschlussreicher.

Bei unseren Prüfungen achten wir besonders auf die sogenannten "weichen Faktoren". Wie sprechen die Arbeiter mit den Vorgesetzten? Gibt es Überstundenaufzeichnungen, die mit den Arbeitszeiten übereinstimmen? Funktionieren die Abwasseranlagen tatsächlich oder laufen sie nur bei Inspektionen? Einmal habe ich bei einem Audit einen Lieferanten erlebt, der extra für den Besuch neue Sicherheitsschilder aufgehängt hatte – aber die alten, völlig verblassten Schilder klebten noch darunter. Solche Details zeigen oft mehr als jeder Prüfbericht.

Wir empfehlen unseren Kunden, die On-Site-Audits mit einem gemischten Team durchzuführen: einem lokalen chinesischen Prüfer, der die Sprache und Mentalität versteht, und einem internationalen Experten, der die globalen Standards kennt. Diese Kombination hat sich als besonders effektiv erwiesen. Die Audits selbst sollten mindestens zwei Tage dauern, bei komplexen Lieferanten auch bis zu fünf Tage. Und vergessen Sie nicht die Dokumentenprüfung – in China wird oft sehr genau Buch geführt, aber manchmal in einer Weise, die für Ausländer schwer zu durchschauen ist. Ein erfahrener lokaler Prüfer erkennt Unstimmigkeiten in den Aufzeichnungen oft auf den ersten Blick.

Viertens: Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte in der Prüfung

Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte gewinnen in der Due-Diligence-Prüfung chinesischer Lieferanten rasant an Bedeutung. China hat sich zwar ehrgeizige Klimaziele gesetzt, aber die Umsetzung auf lokaler Ebene ist oft uneinheitlich. Besonders in Branchen wie Chemie, Textil oder Elektronikproduktion sind die Umweltauflagen streng, aber die Kontrolle variiert stark zwischen den Provinzen.

Wie wird die Due-Diligence-Prüfung in der Lieferkette ausländischer Unternehmen in China durchgeführt?

In der Praxis prüfen wir nicht nur die Einhaltung der gesetzlichen Umweltstandards, sondern auch die tatsächlichen Umweltauswirkungen der Produktion. Dazu gehören Energieverbrauch, Abwasserbehandlung, Abfallmanagement und Emissionen. Ein besonders heikler Punkt ist der Umgang mit Gefahrstoffen – hier gibt es in China immer wieder Verstöße, die für ausländische Unternehmen fatale Folgen haben können. Wir verwenden dafür eine spezielle Checkliste, die auf den ISO 14001-Standards basiert, aber an die chinesischen Gegebenheiten angepasst ist.

Ein Fall aus meiner Praxis zeigt die Komplexität: Ein Kunde aus der Elektroindustrie hatte einen Lieferanten in der Provinz Jiangsu, der alle Umweltzertifikate vorweisen konnte. Bei einer genaueren Prüfung stellte sich jedoch heraus, dass die Abwasserbehandlungsanlage seit Monaten nicht gewartet worden war und nur bei Inspektionen lief. Der Lieferant sparte damit Kosten, riskierte aber eine verseuchung des Grundwassers. Wir halfen dem Kunden, einen verbindlichen Wartungsplan durchzusetzen und regelmäßige unangekündigte Kontrollen zu vereinbaren. Solche Fälle sind häufiger, als man denkt – besonders in industriellen Ballungsräumen wie dem Perlflussdelta oder der Region um Shanghai. Die Kosten für nachhaltige Produktion in China sind oft höher als erwartet, aber die Risiken bei Nichtbeachtung sind noch höher.

Fünftens: Arbeitsrechtliche und soziale Standards prüfen

Die Prüfung arbeitsrechtlicher und sozialer Standards ist vielleicht der sensibelste Bereich der Lieferketten-Due-Diligence in China. Das chinesische Arbeitsrecht hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert, aber die Umsetzung in den Fabriken hinkt oft hinterher. Besonders kritische Punkte sind Arbeitszeiten, Lohnzahlungen, Arbeitssicherheit und das Verbot von Kinder- oder Zwangsarbeit. Gerade das Thema Überstunden ist in China ein Dauerbrenner – viele Fabriken arbeiten weit über die gesetzlich erlaubten 36 Überstunden pro Monat hinaus.

Bei unseren Prüfungen legen wir großen Wert auf die tatsächlichen Arbeitsbedingungen, nicht nur auf die offiziellen Dokumente. Wir führen vertrauliche Mitarbeiterbefragungen durch, oft außerhalb des Betriebsgeländes, und überprüfen die Lohnabrechnungen auf Plausibilität. Einmal habe ich erlebt, wie ein Lieferant zwei verschiedene Lohnsysteme führte – eines für die offiziellen Bücher und eines für die tatsächlichen Zahlungen. Solche Praktiken sind nicht nur illegal, sondern gefährden auch die Reputation des Kunden im Ausland. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz verlangt ja genau solche Überprüfungen, und die Strafen bei Verstößen können saftig sein – bis zu 2% des Jahresumsatzes.

Ein besonders kniffliger Punkt ist der Umgang mit Gewerkschaften. In China gibt es zwar offiziell Gewerkschaften, aber sie sind oft eng mit der Unternehmensführung verbunden. Wir empfehlen unseren Kunden, alternative Wege der Arbeitnehmervertretung zu etablieren, etwa regelmäßige Feedback-Runden oder anonyme Beschwerdekanäle. Das mag zunächst bürokratisch klingen, hat sich aber in der Praxis als sehr wertvoll erwiesen. Ein Kunde aus der Möbelbranche konnte durch solche Maßnahmen die Mitarbeiterfluktuation um 30% senken, was langfristig die Produktionsqualität und Liefertreue verbesserte.

Sechstens: Technologische Tools und digitale Prüfungsmethoden

Die Digitalisierung hat auch die Due-Diligence-Prüfung in der Lieferkette revolutioniert. Moderne Technologien wie Künstliche Intelligenz, Blockchain und Big Data Analytics ermöglichen eine viel tiefere und effizientere Prüfung als noch vor fünf Jahren. Besonders spannend finde ich die Entwicklung von KI-gestützten Risikoanalyse-Tools, die in Echtzeit Daten aus tausenden von Quellen sammeln und bewerten können – von Nachrichtenartikeln über offizielle Register bis hin zu Sozialen Medien.

Wir bei Jiaxi setzen zunehmend auf eine Kombination aus automatisierten und manuellen Prüfungen. Die automatisierten Tools übernehmen die Massendatenanalyse, während unsere erfahrenen Prüfer die qualitativen Aspekte bewerten. Das spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Genauigkeit. Eine Studie der Universität St. Gallen hat gezeigt, dass digital gestützte Due-Diligence-Prüfungen bis zu 40% effizienter sein können als rein manuelle Verfahren, bei gleichzeitig höherer Treffsicherheit.

Ein konkretes Beispiel: Für einen Kunden aus der Automobilindustrie haben wir ein Blockchain-basiertes System zur Rückverfolgung von Rohstoffen implementiert. Jeder Lieferant muss seine Materialströme in der Blockchain dokumentieren, was eine lückenlose Rückverfolgung von der Mine bis zum Endprodukt ermöglicht. Das war anfangs eine große Umstellung für die chinesischen Lieferanten, aber inzwischen hat es sich bewährt. Die Implementierungskosten lagen bei etwa 200.000 Euro, aber die Einsparungen durch vermiedene Prüfungen und reduzierte Risiken haben sich innerhalb von zwei Jahren amortisiert. Natürlich muss man bei solchen Technologien auch den Datenschutz im Auge behalten – ein Thema, das in China besonders sensibel ist.

Siebtens: Kontinuierliches Monitoring und langfristige Lieferantenentwicklung

Die Due-Diligence-Prüfung endet nicht mit dem Auditbericht – das ist vielleicht die wichtigste Lektion, die ich in meiner langen Karriere gelernt habe. Ein einmaliger Check gibt nur eine Momentaufnahme, aber die eigentliche Herausforderung liegt im kontinuierlichen Monitoring und in der langfristigen Entwicklung der Lieferanten. China ist ein dynamischer Markt, und was heute stimmt, kann morgen schon überholt sein. Ich rate allen meinen Kunden dringend, ein systematisches Monitoring-System aufzubauen, das regelmäßige Updates und Nachprüfungen ermöglicht.

Wir haben für unsere Kunden ein Ampelsystem entwickelt, das die Lieferanten je nach Risikostufe in verschiedene Kategorien einteilt. Grüne Lieferanten werden jährlich überprüft, gelbe vierteljährlich und rote monatlich. Dazu kommen unangekündigte Stichproben, die etwa 10% der Lieferanten pro Jahr betreffen. Besonders wichtig ist auch die Kommunikation mit den Lieferanten – wir ermutigen unsere Kunden, nicht nur zu kontrollieren, sondern auch zu unterstützen. Ein Lieferant, der bei der Verbesserung seiner Standards unterstützt wird, ist langfristig zuverlässiger als einer, der nur unter Druck gesetzt wird.

Ein schönes Beispiel ist ein Kunde aus der Medizintechnikbranche. Statt einen problematischen Lieferanten einfach fallen zu lassen, haben wir gemeinsam ein Entwicklungsprogramm aufgelegt. Der Lieferant bekam Schulungen zu Qualitätsmanagement, Umweltstandards und Arbeitsrecht, und wir begleiteten den Prozess über zwei Jahre. Heute ist dieser Lieferant einer der zuverlässigsten in der gesamten Lieferkette und produziert zu 15% günstiger als vergleichbare Anbieter. Solche Win-Win-Situationen sind möglich, wenn man die Due-Diligence-Prüfung nicht als reine Kontrolle, sondern als Chance zur Verbesserung versteht. Die Investition in Lieferantenentwicklung mag zunächst hoch erscheinen – wir haben damals etwa 80.000 Euro investiert –, aber die langfristigen Erträge sind es wert.

Achtens: Krisenmanagement und Notfallpläne für Lieferketten

Keine Due-Diligence-Prüfung ist vollständig ohne einen soliden Notfallplan für Krisensituationen. China hat in den letzten Jahren gezeigt, wie schnell Lieferketten gestört werden können – ob durch Pandemie-Lockdowns, Naturkatastrophen oder plötzliche regulatorische Änderungen. Ein guter Krisenplan berücksichtigt nicht nur die direkten Auswirkungen auf die eigenen Lieferanten, sondern auch die indirekten Effekte durch Sublieferanten und Logistikpartner.

In der Praxis empfehlen wir unseren Kunden, für jede kritische Komponente mindestens zwei alternative Lieferanten zu identifizieren – einen in China und einen außerhalb Chinas. Das mag teuer klingen, aber in Krisenzeiten ist es Gold wert. Während der COVID-19-Pandemie haben viele unserer Kunden von dieser Strategie profitiert. Ein Kunde aus der Elektronikbranche konnte trotz der Lockdowns in Shanghai seine Produktion aufrechterhalten, weil er frühzeitig einen Zweitlieferanten in Vietnam aufgebaut hatte. Die zusätzlichen Kosten von etwa 5% pro Komponente waren im Vergleich zu den Produktionsausfällen der Wettbewerber verschwindend gering.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die regelmäßige Aktualisierung der Risikoanalyse. Wir führen bei unseren Kunden quartalsweise Stress-Tests durch, bei denen verschiedene Krisenszenarien durchgespielt werden. Wie reagiert die Lieferkette, wenn ein wichtiger Hafen geschlossen wird? Was passiert, wenn ein Zulieferer insolvent geht? Solche Tests helfen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu entwickeln. Die Implementierung eines durchdachten Krisenmanagementsystems kostet zwar Zeit und Geld – rechnen Sie mit 30.000 bis 60.000 Euro für die Erstellung und jährlich 10.000 bis 20.000 Euro für die Wartung –, aber die Vermeidung eines einzigen Produktionsstillstands kann diese Kosten um ein Vielfaches rechtfertigen.

Schlussfolgerung: Die Bedeutung einer systematischen Due-Diligence-Prüfung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Due-Diligence-Prüfung in der chinesischen Lieferkette ein komplexer, aber unverzichtbarer Prozess ist, der weit über einfache Checklisten hinausgeht. Sie umfasst die Identifikation und Risikovorprüfung von Lieferanten, die Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen, detaillierte On-Site-Audits, die Bewertung von Umwelt- und Sozialstandards, den Einsatz moderner Technologien, kontinuierliches Monitoring und ein durchdachtes Krisenmanagement. Wie eingangs erwähnt, ist dies kein "Nice-to-have", sondern eine absolute Notwendigkeit für jedes ausländische Unternehmen, das in China erfolgreich sein will.

Aus meiner über 26-jährigen Erfahrung kann ich nur betonen: Die Unternehmen, die systematisch in ihre Lieferketten-Due-Diligence investieren, sind langfristig erfolgreicher. Sie vermeiden nicht nur Rechtsrisiken und Imageschäden, sondern bauen auch stabilere und effizientere Lieferbeziehungen auf. Die Kosten für eine umfassende Prüfung mögen auf den ersten Blick hoch erscheinen – je nach Umfang zwischen 20.000 und 100.000 Euro pro Jahr für ein mittelständisches Unternehmen –, aber sie sind eine Investition, die sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren amortisiert. Für die Zukunft sehe ich eine noch stärkere Integration von KI und automatisierten Systemen, aber auch eine zunehmende Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten. China wird sich weiterentwickeln, und die Unternehmen, die heute in robuste Prüfprozesse investieren, werden morgen die Gewinner sein.

Abschließend möchte ich noch einen persönlichen Rat geben: Unterschätzen Sie nie die Bedeutung lokaler Expertise. Die chinesische Geschäftswelt hat ihre eigenen Regeln und Nuancen, die ein Ausländer allein kaum durchschauen kann. Arbeiten Sie mit erfahrenen lokalen Partnern zusammen, investieren Sie in langfristige Beziehungen und bleiben Sie flexibel. Die Due-Diligence-Prüfung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine kontinuierliche Reise. Und wie bei jeder Reise gilt: Mit der richtigen Vorbereitung und den richtigen Begleitern wird sie zum Erfolg.

Die Einsichten von Jiaxi Steuer- und Finanzberatung

Bei der Jiaxi Steuer- und Finanzberatung haben wir in den letzten zwölf Jahren über 200 ausländische Unternehmen bei der Due-Diligence-Prüfung ihrer chinesischen Lieferketten begleitet. Unsere Erfahrung zeigt, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Kombination aus fundierter Rechtskenntnis, praktischer Prüfungserfahrung und tiefem Verständnis der lokalen Geschäftskultur liegt. Viele unserer Kunden kommen zu uns mit der Erwartung, dass eine Due-Diligence-Prüfung in China genauso abläuft wie in Europa – das ist ein Irrglaube, der oft zu bösen Überraschungen führt. Wir helfen dabei, die spezifischen Risiken des chinesischen Marktes zu identifizieren und praktikable Lösungen zu entwickeln, die sowohl den internationalen Standards als auch den lokalen Gegebenheiten gerecht werden. Besonders stolz sind wir auf unser Netzwerk von über 50 lokalen Prüfern in allen wichtigen Wirtschaftsregionen Chinas, die regelmäßig geschult werden und die neuesten Entwicklungen im chinesischen Arbeits-, Umwelt- und Gesellschaftsrecht kennen. Wenn Sie Unterstützung bei Ihrer Lieferketten-Due-Diligence benötigen, stehen wir Ihnen gerne mit unserer langjährigen Erfahrung zur Seite – ob bei der Erstellung von Prüfplänen, der Durchführung von Audits oder der Entwicklung von langfristigen Monitoring-Systemen.